Babytragetuch
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Manduca Sling – das kuschelig-sichere Babytragetuch im Test


Wer Mama oder Papa wird – zum ersten oder wiederholten Mal –, sieht sich mit einer ganzen Reihe von Fragen konfrontiert. Viele davon drehen sich natürlich um die Themen Schutz und Sicherheit. Vor allem in Sachen Mobilität möchte man wissen: Wie transportiere ich mein Baby sicher und komfortabel? Eine Tragehilfe, die deshalb so schön ist, weil sie Dir und Deinem Baby kuschelige Nähe bietet, möchte ich Dir heute vorstellen: Das elastische Babytragetuch Manduca Sling.

Tragetuch Test Manduca Sling

Die Manduca Babytrage Sling ist ein Produkt von Wickelkinder – einer deutschen Firma mit Sitz in Marburg, die sich auf Babytragesysteme spezialisiert hat. Bei Kilenda gibt es neben dem Tragetuch „Manduca Sling“ auch die „Manduca Pure Cotton“ im Sortiment. Das ist eine Babytrage, die ein bisschen so aussieht, wie ein Rucksack zum Reinklettern, den Eltern – anders als eine Rückentrage – vorne auf dem Bauch tragen. Die Sling hingegen ist ein bi-elastisches Jerseytuch. Sie wird eng um den eigenen Körper und den des Babys gewickelt, um perfekten Halt zu bieten. Sie ist für Babys zwischen 3,5 und 9 kg Gewicht geeignet, sodass sie Dir und Deinem Kind ein sicherer Begleiter ist und hohen Tragekomfort bietet.

 

Der erste Eindruck

Verpackt ist die Manduca Sling in einem handlichen Karton mit Tragegriff. Neben dem Tuch sind drei umfangreich bebilderte Gebrauchsanleitungen enthalten. Bei Kilenda kannst Du Dein Manduca Tragetuch in drei Farben auswählen: blau („royal“), braun („chocolate“) und grau („slate“). Ich habe mich für die graue Variante entschieden, weil diese Farbe amBabytragetuch, Manduca Sling besten zu meiner Kleidung passt.

Als ich das Babytragetuch aus der Verpackung ziehe, kommt bei mir das erste Mal Freude auf. Schon an der Hand ist das Tuch so weich, dass ich sofort ein T-Shirt aus demselben Material bestellen möchte. Und obwohl der Stoff so weich ist, macht er einen sehr stabilen Eindruck. Beim Auseinanderfalten erschrecke ich. Denn die Sling ist zwar nur ca. 60 cm breit, dafür aber über 5 m lang – hoffentlich gibt das beim Wickeln keine Knoten. Die Ränder des Tuchs sind sauber genäht; hier gibt es keine losen Fäden und keine Stellen, die kratzen könnten. Ein Blick aufs Etikett verrät, dass das Tragetuch in der Türkei hergestellt wurde, bei 40 °C zu waschen ist und zu 100 % aus Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau besteht.

 

Die erste Wickelprobe

Wie erwähnt, ist das Manduca Tuch sehr lang. Entsprechend sind, um es so um den Körper zu wickeln, dass Baby und Träger Halt haben, einige „Wickelschritte“ nötig. Dem Karton liegen gleich drei ausführliche, illustrierte Gebrauchsanleitungen bei. Denn man kann das elastische Tuch als Bauch-, als Wickelkreuz- oder als Hüfttrage verwenden. Bei allen drei Wickelarten ist die sogenannte „M-Position“ möglich. In dieser Anhock-Spreiz-Haltung (bei der Beine und Po des Babys ein „M“ bilden) werden unnötige Belastungen von Hüfte und Wirbelsäule vermieden, wodurch das Baby „orthopädisch korrekt“ sitzen kann.

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Je nach Trageweise sind es bis zu 34 (!) bebilderte Einzelschritte vom offenen Tuch bis zum fertig gewickelten „Eltern-Kind-Paket“. Außerdem enthalten die Anleitungen drei Warnhinweise: Ich erfahre, dass mein Gleichgewicht durch eigene oder Bewegungen des Kindes beeinträchtigt werden. Außerdem soll ich vorsichtig sein beim nach vorne Beugen oder Lehnen. Und ich soll das Tuch nicht für sportliche Aktivitäten verwenden.

Aller Anfang ist schwer

In der Hoffnung, dass sich mir die einzelnen Schritte im Laufe der Zeit einprägen werden, gehe ich alle Anleitungen Punkt für Punkt durch. Weil Max gerade schläft, starte ich die erste Probe als Trockenübung ohne Kind. Dafür wähle ich den vermeintlich leichtesten Weg mit den wenigsten Schritten – die Bauchtrage. Nach den ersten Versuchen bin ich einigermaßen ernüchtert. Denn obwohl die Anleitungen so ausführlich sind, schaffe ich es nicht, das Tuch so zu binden, dass es richtig sitzt. Bevor ich jedoch die Flinte ins Korn werfe, schaue ich online nach Tipps und werde schnell fündig: Wer anfänglich Schwierigkeiten hat, soll sich beim Anlegen von seinem Partner helfen lassen. Außerdem stoße ich auf eine Reihe von Videos, die in der Praxis deutlich hilfreicher sind, als die Anleitungen.

Zu zweit geht’s besser

Als Max wach – und satt – ist, starte ich einen zweiten Versuch, bei dem mich mein Partner unterstützt. Zwar brauchen wir auch zu zweit etwas Zeit, aber schließlich sind wir erfolgreich. Ich bin mit dem Sitz sehr zufrieden, denke aber, dass ich das Anlegen unbedingt noch weiter üben muss. Denn gerade, wenn es mal schnell gehen soll und ich mit Max alleine bin, dauert mir das eindeutig zu lange. Der Hersteller hat übrigens alle Anleitungen als PDF zum Download hinterlegt. Das ist praktisch, falls man sie doch mal verlegen sollte oder auch, wenn man sich vor dem Kauf schon über die Wickeltechniken informieren möchte.
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Das Babytragetuch Manduca Sling in der Praxis

Aufgrund der Umstände beim Anlegen war ich zunächst vom Babytragetuch einigermaßen desillusioniert. Das ändert sich jedoch schlagartig beim Tragen. Ich habe das Gefühl, dass die „Konstruktion“ absolut sicher ist und Max weder verrutschen noch rausfallen kann. Er selbst scheint sich auch sehr wohl zu fühlen, wenn ich sein Gegluckse richtig deute. Was mich begeistert, ist meine Bewegungsfreiheit. Da ich beide Hände frei habe, kann ich problemlos kochen oder den Geschirrspüler ausräumen. Und auch unterwegs bin ich viel flexibler als beispielsweise mit einem Kinderwagen. Kein Gedränge in engen Supermarktgassen oder öffentlichen Verkehrsmitteln, und im Kaufhaus bin ich nicht auf den Fahrstuhl angewiesen – sehr praktisch. Noch ist Max zwar nicht so schwer, aber das Tragen am Körper empfinde ich durchaus als eine Art „sportliche Aktivität“, die ich mühelos in meinen Alltag integrieren kann. Fitness inklusive, sozusagen.

Max genießt es, so dicht an seiner Mama getragen zu werden. Meine Hebamme hat mir erzählt, dass die körperliche Nähe – auch im Rahmen des „Bonding-Prozesses“ – vor allem auch für „Schreikinder“ sehr wichtig sei, die sich dann schneller entspannten. Das soll daran liegen, dass das Baby den Geruch erkenne, die Wärme spüre und auch den Herzschlag der Mama höre. Das alles fühle sich so ähnlich an wie im Mutterbauch und werde als beruhigend empfunden.

Einige Fakten zur Manduca Sling

Auf der Website des Herstellers findet man einige wissenswerte Informationen über das Babytragetuch Manduca Sling:

  • zu 100 % aus Bio-Baumwolle hergestellt
  • GOTS (Global Organic Textile Standard) zertifiziert
  • elastisch und stabil durch bi-elastischen Strickstoff ohne Elasthan
  • geringes Eigengewicht
  • farbige Kontrastnaht für einfaches korrektes Binden (von Trageschulen empfohlen)
  • optimaler Komfort für Neugeborene und kleine Babys bis 9 kg (getestet/zugelassen bis 15 kg max.)
  • Einheitsgröße für alle (Länge über 5 m), extra breit (60 cm) für optimale Unterstützung und M-Position
  • stylischer und attraktiver Look in spezieller Melange-Optik und acht modernen Farben

Fazit

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Ob man zum Tragetuch greift oder doch lieber zur Kindertrage, wenn man sein Kind sicher transportieren und dabei die Hände frei haben möchte, ist wohl Geschmacks- (und auch Übungs-)sache. Nach knapp acht Wochen bin ich mittlerweile in der Lage, meine Manduca Sling selber und auch in einer für mich gerade noch akzeptablen Zeit zu binden. Allerdings ließe sich der Aufwand mit einem Tragesystem deutlich reduzieren. Ich habe mir von Bekannten mal eins über das Wochenende ausgeliehen und konnte beim Tragen kaum einen Unterschied feststellen. Das Tuch kann man jederzeit komplett in die Waschmaschine stecken und es ist vielleicht noch einen Tick gemütlicher als das Tragesystem. Mit dem „Bauchrucksack“ geht alles etwas schneller und Baby und Träger sind genauso zufrieden.

Ich möchte meine Manduca Sling nicht mehr missen, gerade jetzt, wo ich den Bogen beim Binden raus habe. Sie hat sich im Alltag bewährt und den Preis von knapp 15 Euro pro Monat halte ich aufgrund der Produktqualität für angemessen (auch nach mehrmaligem Waschen ist das Babytragetuch so gut in Form wie am ersten Tag).

Pro und Contra

  • hochwertiges Material
  • hoher Tragekomfort, viel Bewegungsfreiheit im Alltag
  • sehr angenehmes, kuscheliges Gefühl für Träger und Baby
  • zu Beginn etwas fummelig beim Tragetuch binden
  • benötigte Zeit zum „Einpacken“, wenn es mal schnell gehen soll

 

Das Babytragetuch Manduca Sling kannst Du hier sofort bei Kilenda mieten. Vom selben Hersteller ist im Shop unter der Bezeichnung „Manduca Pure Cotton“ auch ein Tragesystem erhältlich.

Hast du selber schon Erfahrung mit Babytragetüchern von Manduca gemacht? Oder kennst du eventuell das Alternativmodell Didymos oder Kindsknopf und hast es schon getestet? Eventuell setzt du auch ganz klassisch auf einen Kinderwagen? Im Kommentarbereich ist Platz für deine Meinung – vielen Dank dafür.

Bildnachweis: © Wickelkinder GmbH, eigene

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