Umstandsmode nähen DIY
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Umstandsmode nähen – ich mach das jetzt selber


Man sagt ja, dass viele Dinge wiederkommen, wenn man nur lange genug wartet, gerade was die Mode angeht. Bis auf Hawaii-Hemden (kannst Du Dich daran noch erinnern?!) stimme ich dem voll und ganz zu und gestehe: Ich bin selber eine kleine Mode-Fetischistin, die sich gern mal verändert und bei vielen Trends „mitmacht“. Einer dieser Trends ist seit einiger Zeit das Selbermachen – oder neudeutsch: do it yourself. Ich finde dieses Thema aus zweierlei Gründen sehr spannend: Wenn man sich seine Klamotten selber macht, kann man sicher sein, dass man ein Einzelstück hat und nicht jede Zweite im selben Look rumläuft. (Jeder, der ab und an mal in Einkaufszentren unterwegs ist, weiß, was ich meine: Uniformität in den Geschäften, wohin man blickt.) Zum anderen macht es einfach einen riesengroßen Spaß, sich mit Schnittmustern, Stoffen, Schneidetechniken usw. zu beschäftigen – und: Man kann sogar noch einiges an Geld sparen.

Im DIY-Fieber

Bis ich vor knapp drei Jahren damit angefangen habe, war Nähen – um ehrlich zu sein – nicht so wirklich mein Ding. Klar, hier mal einen Knopf annähen oder auch mal eine Hose kürzen, das habe ich schon gemacht, aber „ganze“ Kleidungsteile noch nie. Dann bin ich eines Tages durch eine Freundin auf ein Portal aufmerksam gemacht worden, wo man superschöne selbstgemachte Dinge – nicht nur Anziehsachen – kaufen kann. Meine Freundin hat regelmäßig dort eingekauft und mir auch gleich ein paar Teile gezeigt, die ich total süß fand. Ich war sofort vom „DIY-Virus“ infiziert und habe mich langsam ans Nähen herangetastet.

Die ersten Versuche waren zugegebenermaßen noch ziemlich ulkig, aber ich habe immer weiter geübt. Heute gibt es vom Kleid bis zum Shirt und vom Schal bis zur Stoffhose nichts, woran ich mich nicht herantrauen würde. Das hat sich (natürlich) auch nicht geändert, als ich schwanger wurde. Ganz im Gegenteil war dies ein freudiger Anlass für eine Erweiterung meines „Portfolios“. So gehört Umstandsmode nähen heute tatsächlich mit zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Manchmal, wenn ich noch etwas Stoff über habe, nähe ich sogar schon die ersten kleinen Teilchen für meine Marie. Da wächst die Vorfreude auf die Geburt in vier Monaten.

Umstandsmode von der Stange? Prima zur Ergänzung

Wer schwanger ist, kommt um Umstandsmode nicht herum. Das wissen natürlich auch die großen Textilketten, und so bekommen werdende Mütter jede Menge geboten. Die Vielfalt hat mich wirklich überrascht. Tatsächlich habe ich mir bei kilenda auch ein paar Kleidungsstücke gegönnt, aber den überwiegenden Teil meiner „Schwangerenkollektion“ habe ich selbst angefertigt. Im Grunde ist das auch gar nicht so viel anders als das, was ich sonst so nähe.

Im „normalen Zustand“ trage ich zwischen 38 und 40. Ich liebe pfiffige eng geschnittene Blusen, Shirts und Röcke – mal abgesehen davon, dass ich in einer Bank arbeite und dort per se eher auf „seriöse“ Klamotten geachtet wird. Jetzt, wo ich immer runder werde, ist das natürlich etwas anders. Zum einen brauche ich einfach ein bisschen mehr Bewegungsfreiheit. Zum anderen will ich Marie im wahrsten Sinne des Wortes auch einfach Luft zum Atmen lassen. Deshalb habe ich mir, sowohl in Geschäften als auch im Internet, ein bisschen Inspiration geholt und mir angeschaut, was „frau“ so trägt, wenn sie schwanger ist.

Ich habe herausgefunden, dass es online eine ganze Menge Schnittmuster gibt, die man für ein paar Euro downloaden kann. Beim Stöbern fällt auf, dass viele Muster praktischerweise mit einem Schwierigkeitsgrad versehen sind, was prima bei der Orientierung hilft. Wenn Du also eine Nähmaschine Dein eigen nennst, dann kann es losgehen mit Bauchbändern, Oberteilen, Tuniken, Cardigans, Tops usw. Sogar Anleitungen für Still-BHs habe ich gesehen, aber hier würde ich dann doch lieber zum fertigen Produkt greifen 😉

Nach der Schwangerschaft ist vor der Schwangerschaft

Jetzt dauert es gar nicht mehr so lange, bis wir endlich zu dritt sind. Einerseits freue ich mich schon total, andererseits gehöre ich aber zu den Frauen, die ihre Schwangerschaft genießen. Ich werde bestimmt noch das eine oder andere Kleidungsstück selber nähen. Ein selbst kreiertes „Kugel-Top“ steht auf jeden Fall noch auf meiner Liste für die letzten Tage, die Marie noch in meinem Bauch ist. Danach muss ich mal schauen, was aus meiner selbstgenähten Umstandsmode wird. Für eine weitere Schwangerschaft aufheben wäre natürlich eine Idee. Aber was mache ich dann beim nächsten Mal, wenn ein anderer Trend angesagt ist?? 😉 Ich denke, dass ich die Klamotten – bis auf ein, zwei Lieblingsstücke – lieber im Freundeskreis verteilen werde. Das wäre dann sozusagen mein ganz eigenes kilenda … Und wenn ich mal absolut keine Lust oder keine Zeit zum Nähen habe, dann miete ich einfach ein paar schöne Stücke. Da muss ich mir nach der Schwangerschaft überhaupt keine Gedanken machen, wie ich die dann nicht mehr gebrauchten Klamotten loswerde. Hier findest Du tolle Umstandsmode zum Leihen.

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